Warum Walken und nicht Joggen?

 

 

 

Joggen klingt so einfach und so effektiv, aber leider ist es ein Sport, der den Beckenboden sehr belastet (überlastet) und ihm sogar schaden kann.

Im 1. Jahr nach einer Entbindung ist es überhaupt nicht dafür geeignet wieder fit zu werden, aber auch unabhängig von einer Schwangerschaft, bzw. Entbindung ist Joggen für den Beckenboden und seine Organe (Blase, Gebärmutter, Enddarm) sehr belastend und kann zu einer Senkung der Organe führen.

 

Walken hingegen kann bereits ca. 3 Monate nach einer Entbindung begonnen werden, bzw. ist eine beckenbodenfreundliche Sportart. Walken aktiviert den Beckenboden auf günstige Art und Weise ohne ihn zu überfordern.

 

WARUM?

 

Während der Schwangerschaft werden durch die Hormone alle Bänder und Muskeln weich und locker. 

Das betrifft auch die Beckenbodenmuskulatur und die Bänder die die Gebärmutter im Becken fixieren. Diese Bänder verlängern sich sogar zusätzlich während der Schwangerschaft - teilweise um das 3-4fache - durch das Größerwerden der Gebärmutter.

Bis nun Muskulatur und Bänder nach der Entbindung wieder ihre ursprüngliche Länge und Festigkeit haben, vergehen Monate. Es können sich diese Bänder auch nur in Ruhe wieder zurückbilden wenn nicht ständig an ihnen gezogen wird.

 

Jede Erschütterung, jedes Hüpfen und Springen (z.B. beim Joggen oder auf dem Trampolin) zieht an diesen Bändern und lässt die Gebärmutter, die Blase und den Enddarm „mithüpfen" - die Bänder leiern dadurch aus, der Beckenboden, der sowieso noch zu weich ist, wird überlastet.

Dadurch fehlen die Sicherung und der Halt der Organe und es kommt zu Folgeschäden wie z.B. Inkontinenz, Gebärmuttersenkung, Blasen- oder Enddarmsenkung, Schmerzen usw..

 

Auch das Becken selbst hat noch nicht wieder die Stabilität wie vor der Schwangerschaft und ist daher anfällig im Bereich des Schambeins vorne, der Kreuzbein-Darmbein-Gelenke hinten oder im Übergang zur Lendenwirbelsäule.

 

 

Auch wer nie schwanger war oder geboren hat, kann durch zu viel High Impact-Sport Probleme bekommen. Junge Fitnesstrainerinnen oder auch Hochleistungssportlerinnen haben teilweise große Probleme!

Zum Beispiel Schmerzen im Beckenbereich oder im unteren Rücken, Druckgefühl im Beckenbereich oder Inkontinenz - und ja, selbst wenn man nur ein paar Tröpfchen Urin verliert ist das schon eine Inkontinenz!

 

 

 

Also:

 

Auch wenn es Euch jetzt gut geht und vielleicht von außen alles gut aussieht sucht Euch Sportarten die beckenbodenschützend sind und Euch auch langfristig gut tun.

Rückbildung dauert nun mal mindestens 1 Jahr - und manchmal auch länger!

 

Und auch wenn eine Schwangerschaft oder Entbindung schon viele Jahre her ist, oder vielleicht (noch) gar nicht stattgefunden hat, ist Joggen sehr belastend, da es eine sogenannte "High-Impact-Sportart" ist und der Körpermitte wahnsinnig viel abverlangt!

 

 

 

 

Ungeeignete Sportarten, die den Beckenboden sehr belasten/ überlasten:

  • Joggen
  • Jumping-Fitness
  • Tennis
  • Mannschaftssport, wie z.B. Volleyball, Basketball,...
  • Kurse mit Baby im Trageteil
  • Zumba
  • usw.

 

 

Geeignete Sportarten, die dem Beckenboden gut tun:

  • Walken
  • Schwimmen
  • Rad fahren
  • Beckenbodengymnastik
  • spezielle Kurse für Mamas (unbedingt auf die Qualifikation der Kursleitung achten!)
  • Aquajoggen
  • Tanzen
  • usw.

 

Wenn Du noch mehr Fragen zu dem Thema hast, bin ich gerne Deine Ansprechpartnerin.

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